17. Juli 2007

Ein Artikel von Nathan Myhrvold bei Luminous Landscape beschäftigt sich mit dem Thema Safari, der benötigten und sinnvollen Ausrüstung sowie dem allgemeinen Vorgehen zum erfolgreichen Fotografieren (Originalartikel: Safari Photo Tips). Im Folgenden einige (frei übersetzte) Auszüge.

Allgemein

Als Fotograf soll man auf jeden Fall darauf achten, dass man lediglich mit seinesgleichen unterwegs ist. Normalsterbliche (z. B. Touristen - ugh) hätten einfach nicht die Geduld, lange auf das richtige Motiv zu warten.

Ein guter Führer ist sein Geld allemal wert und essentiell. Wenn möglich sollte sich der Führer mit den speziellen Bedürfnissen eines Fotografen auskennen (Richtung des Lichts, Tageszeiten etc.).

Stative etc

Das Wichtigste überhaupt ist die Befestigung / ein Abstützen der Kamera inkl. Tele am PKW bzw. Jeep. Die meisten Fotos wird man aus dem Auto heraus machen - insofern ist ein guter Support essentiell. Am Flexibelsten ist man hierbei mit Beanbags. Mehrere davon kann man leer im Flieger mitbringen und dann vor Ort mit Bohnen oder Reis füllen.

Sollte man in einem offenen Wagen auf Safaritour gehen, bieten sich Monopods an. Man sollte darauf achten, dass diese kurz genug eingestellt werden können. Nutzt man schwere, lange Teles kann es hilfreich sein, ein schwereres Stativ an den Aufbauverstrebungen fest zu binden. Während der Fahrt muss man die Kamera jedoch aufgrund der unebenen Strassen und Wege zum Schutz vor Staub und Erschütterungen davon lösen.

Kameras und Objektive

Unbedingt eine Fototasche nutzen, in der man Kamera inkl. langem Tele und einsatzbereiter Gegenlichtblende bequem unterbringen kann.

Ein Sand- und Wasserschutz für die Tasche / den Rucksack ist essentiell.

Zwei Kameras sollten es schon sein, falls eine den Geist aufgibt. Zwei günstigere Modelle sind in jedem Fall besser als ein teures. Drei Kameras sind natürlich noch besser. Ein langes Tele, ein mittleres Tele / Zoom und ein Weitwinkelobjektiv können dann immer auf der Kamera bleiben. Man vermeidet somit auch das Problem hinsichtlich Staub und Sand auf dem Sensor.

Es gibt sehr viel mehr Motive, die ein Tele benötigen als ein Weitwinkel - u.a. wohl auch durchaus Landschaftselemente wie die großen Sanddünen in Sossusvlei/Namibia. Generell gilt: je länger je besser - der Autor nutzt wohl meist ein 600/5.6. Optimal wäre wohl ein 200-400/4 VR (kostet aber auch mal locker mehrere tausend Euro). Ein Makro nimmt der Autor ebenfalls immer mit.

Die FPS der Kamera werden keine Limitierung darstellen - vielmehr entsteht ein Limit dadurch, wie schnell die Kamera die Daten auf die Speicherkarte schreiben kann bzw. wie groß der Zwischenspeicher (Buffer) ist (zum Glück habe ich eine D200).

Datenspeicherung

Der Autor gibt an, ca. 140GB (!) an Daten pro Woche zu schießen. Zusammen mit 2 weiteren Fotografen nehmen sie 3x 750GB Festplatten und kopieren die RAW-Daten redundant auf alle 3 Platten. Die Gefahr eines Plattencrashes besteht, aber der Autor hat dies bislang noch nicht erlebt. Ein Nachteil solcher Festplatten ist die Anfälligkeit für Stromschwankungen (s.u.)

Ein GPS-Logger nimmt einem viel Arbeit ab und ermöglicht im Nachhinein eine genaue geographische Zuordnung der Bilder (siehe dazu auch hier).

Strom

Strom gibt es in den Camps oftmals nur an bestimmten Zeiten des Tages und nur an zentralen Punkten. Mehrfachstecker sind also wichtig! Die Versorgungsspannung kann mitunter stark schwanken und damit externe Festplatten gefährden. Notebooks sind aufgrund der eingebauten Batterie auf der sicheren Seite. Leider erwähnt der Autor nicht die Möglichkeit bzw. seine Erfahrungen, im Auto Geräte aufzuladen.